Datum
14. August 2018
Autor
von Sarah Meixner
Thema
Cloud

Warum kein Weg an der Hybrid Cloud vorbei führt

Das Beste beider Welten

Vom ungeliebten Stiefkind aus den „Wolken“ hin zur quasi Standardanwendung im Unternehmen: Cloud Computing hat sich in den vergangenen Jahren so drastisch gewandelt, dass selbst Hybrid Clouds bald zum Normalfall im Unternehmen werden könnten.

Cloud-Anwendungen haben heute einen festen Platz in der Unternehmens-IT

So setzen bereits über 80 Prozent der Unternehmen auf eine Kombination unterschiedlichster Cloud-Umgebungen, ohne dass die IT-Prozesse zwischen diesen vollständig integriert oder formalisiert sind. Ein solches ‚Multi-Cloud-Modell’ gilt dann oftmals als state-of-the-art für die IT-Infrastruktur. Und wer dann noch einen Schritt weiter geht, schafft mit Hybrid Clouds eine Umgebung, die einen hohen Grad an Interoperabilität und integriertem Management bietet.1

Die Vernetzung der Systeme spielt aber nicht nur im Produktionsprozess eine Rolle, sondern ist generell ein Thema, das Unternehmen nicht ignorieren dürfen. „Wir haben heute schon Szenarien, bei welchen sehr wichtige Daten – z. B. zu Konstruktionen, Entwicklungen, usw. – in einem System on-premise genutzt werden und parallel in einem CRM in der Cloud“, weiß Daniela Kelsch, Sales Director bei der Suportis AG. „Das ist dann der Beginn eines hybriden Szenarios. Und glücklicherweise werden derartige Integrationen durch Produkte wie etwa die SAP Cloud Plattform immer einfacher.“

Externe Unterstützung kann interne Mängel ausgleichen

Daraus resultieren Vorteile wie z. B. IT-Ressourcen und -Services, die um einiges schneller, flexibler und transparenter bereitgestellt werden können als zuvor. Allerdings hat die Sache einen Haken: Das dafür notwendige Wissen, die erforderlichen Prozesse und Werkzeuge, aber vor allem auch die entsprechend qualifizierten Mitarbeiter hat nicht jedes Unternehmen parat stehen. Diese Voraussetzungen finden sich meistens nur in großen Konzernen. Obendrauf kommen noch Sicherheits- und Compliance-Aspekte genauso wie die steigenden Anforderungen an die eigene IT-Infrastruktur, Stichwort „Vernetzung und Netzanbindung“.

„Eine Lösung können so genannte Application Managed Services sein. Sie bieten sich an, wenn die genutzte Software im Alltag Probleme bereitet was natürlich schnell gelöst werden muss. Damit können Unternehmen Ressourcen für Projekte und künftige Themen besser und zuverlässiger planen. Beispielsweise, wenn ein großer Releasewechsel stattfindet, eine neue Software (z.B. für das Customer Relationship Management - CRM) oder ein neues Enterprise Ressource Management (ERP) eingeführt werden soll. Dann greifen flexible Serviceangebote und Experten entlasten die Inhouse IT, indem sie Tickets lösen, den Fachbereich beraten oder Veränderungen validieren. Damit sind die Sorgen um den laufenden Betrieb so gut wie vergessen“, erklärt Daniela Kelsch.

Hybrid als das Cloud-Modell der Zukunft

Daher wundert es nicht, dass Multi oder Hybrid Clouds den meisten CIOs noch ein Dorn im Auge sind. Und dennoch wächst der Markt munter weiter: Einer Studie von MarketsandMarkets zufolge wird der Hybrid-Cloud-Markt von 25,28 Milliarden Dollar im Jahr 2014 voraussichtlich bis 2019 auf 84,64 Milliarden Dollar wachsen.2 Für Unternehmen, die nach wie vor zögern, sind folgende Punkte entscheidend: Erstens muss der Prozess der Hybrid-Cloud-Migration sowohl einfach als auch sicher sein, und zweitens müssen vor allem die Punkte Datensicherheit, Migration von Legacy-IT und die Kosten eindeutig geklärt und so transparent wie möglich sein. Falls die internen Ressourcen und das Know-how nicht ausreichen, holt man sich am Besten erfahrene externe Dienstleister an Bord – dann klappt es mit der Hybrid Cloud relativ reibungslos.

Patrick Quellmalz vom Bundesverband der IT-Anwender e.V. (VOICE) weiß, was Unternehmen derzeit verlangen, womit sie noch hadern und warum an hybriden Clouds eigentlich kein Weg vorbei führt:

Herr Quellmalz, was wollen Unternehmen – sind das tatsächlich hybride Cloud-Lösungen, trotz des Aufwands an Migration und Einführung?
Quellmalz: Im Grunde wollen Unternehmen funktionierende, sichere und möglichst kostengünstige Lösungen, die ihnen in bestimmten Bereichen Wettbewerbsvorteile verschaffen. Technologie und Provenienz der Lösungen sind nachgeordnet.  Natürlich müssen sie sich einführen lassen, sich mit dem Rest der IT-Landschaft verbinden lassen, nicht zu teuer im Betrieb sein und nicht zu einem Vendor-Lock-in führen. Zurzeit machen hybride Cloud-Landschaften Sinn, weil viele Applikationen einfach noch on-premise betrieben werden. Das heißt nicht, dass Anwender hybride Cloud-Lösungen besonders cool finden. Es geht zurzeit nicht anders und sie werden uns auch noch in den nächsten Jahren begleiten.

Patrick Quellmalz ist Leiter Services, Geschäftsführer VOICE-CIO Service GmbH. VOICE-CIO Services erbringt verschiedene Services für IT-Anwenderunternehmen. Sie alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: Best Practice Sharing. Dabei geht es um Synergien und einen regelmäßigen Austausch mit anderer Unternehmen - ob die Vergleiche von Leistungen im Benchmarking, der Austausch zu aktuellen IT-Security Bedrohungen oder VOICE Events als Austauschplattform. www.voice-ev.org

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1 NTT Com und Dell EMC: Paneuropäische Hybrid-Cloud-Studie in 14 europäischen Ländern mit 1.500 CIOs und IT-Leitern von Großunternehmen in den Schlüsselbranchen Finanz- und Versicherungswesen, Fertigung, Einzelhandel, Professional Services, Distribution sowie Logistik; www.it-daily.net/analysen/18242-was-unternehmen-von-der-hybrid-cloud-wollen
2 MarketsandMarkets: www.marketsandmarkets.com/Market-Reports/hybrid-cloud-market-1150.html

Bidlquellen: © iStock.com/Todor Tsvetkov; ©VOICE e.V.; ©pac-online.com

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