Datum
18. Oktober 2017
Autor
von Hannah Lehmann
Thema
Digitalisierung

Streiche IT-Insellösungen, setze Cloud-ERP-Lösung für transparente Prozesse

5 von 5 Sterne, 1 Bewertung

Tagebuch eines CEO: Pünktlich zuhause und immer die richtigen Zahlen zur Hand

Die Digitalisierung schreitet voran – dabei stellen die implementierten IT-Insellösungen große Bremsklötze dar. Und das gilt nicht nur für die Digitalisierung selbst: Wenn nach einem Tag voller Meetings, Rückfragen, Überstunden und E-Mail-Flut ein kaltes Abendessen wartet und das unsichere Gefühl bleibt, doch nicht alles Dringende geschafft zu haben, dann müssen neue technische Lösungen her. Wie ein mittelständisches Fertigungsunternehmen diese Herausforderungen erfolgreich gemeistert hat, erklärt der CEO der Firma ADITOR im Videointerview.


Donnerstag, 02. März 2017

6:30 Uhr - schon beim ersten Weckerklingeln drehen sich meine Gedanken um die Quartalszahlen – ob die Fachabteilung inzwischen alles zusammengestellt hat? War das M&Z-Großprojekt noch rentabel, trotz der Verzögerung? Aber eins nach dem anderen – ich gönne mir einen Kaffee, Toastbrot und überfliege mit dem iPad die Tageszeitung. Klingt ja spannend: „Mittelständischer Technikzulieferer schafft Kehrtwende dank Digitalisierung“ – Bookmark gesetzt; lese ich später. Jetzt aber los: Mädels schnappt eure Taschen, bei dem Nebel fahre ich euch schnell in die Schule.

Auf dem Weg ins Büro ruft Patrick, unser Projektleiter, an und teilt mir mit, dass der zweite Meilenstein beim Meisner-Projekt inzwischen abgeschlossen sei. Ist die Rechnung schon auf dem Weg? Zögerliche Stille verrät mir, dass er keine Ahnung hat. Auch gut, ich bin ja gleich im Office, dann werde ich unsere Buchhalterin Bianca fragen. Sonst sind alle Projekte im grünen Bereich? „Soweit ich weiß schon“ muss mir als Antwort genügen – dann bis später im Meeting!

Im Büro angekommen verkündet ein roter Bubble, dass 427 ungelesene E-Mails auf meine Entscheidung warten – das waren doch auch schon einmal weniger, als wir noch 50 Mitarbeiter waren. Ich seufze, also los geht’s. In der Mittagspause legt mir unser CFO Frank endlich den vorläufigen Quartalsbericht vor, mit dem Hinweis, dass noch die aktuellen Zahlen vom Meisner-Projekt fehlen. Anschließend husche ich schnell bei Bianca vorbei: „Ist die Rechnung für das Meisner-Projekt schon raus?“ „Ich erfasse jetzt erst einmal die Wareneingänge und danach kümmere ich mich um die Rechnungen.“ „Okay. Ja ich weiß, viel zu tun! Nächstes Jahr kümmern wir uns um Unterstützung für dich.“


Per What’s-App fragt meine Frau Rita: „Heute 19:00 Uhr japanisch zum Abendessen?“ „Thumbs-Up-Emoticon“ lautet meine Antwort.


Auf dem Flur fängt mich dann unser IT-Admin Michel ab: Die selbstentwickelte Lösung zur Zeiterfassung streikt heute mal wieder – also noch schnell eine Rundmail an die Belegschaft schicken, dass sie bitte ihre Zeiten erst am Freitag eintragen sollen … Da bin ich einmal gespannt, ob das am Monatsende noch alles stimmt.

 
Auf geht’s zum Lenkungskreis – schade, dass noch nicht alle Quartalszahlen vorliegen. Aber die vorläufigen Ergebnisse sind schon sehr erfreulich: High-Five mit dem Management-Team!

Ein Blick auf die Uhr prophezeit: Das wird heute knapp mit dem Abendessen. Daher nutze ich die Zeit des Nachhausewegs für einen kurzen Call mit unserem Fertigungsleiter Fritz. Erneut sind die nachbestellten Elektronikbauteile ohne den verhandelten Rahmenrabatt berechnet worden. Zum Glück ist Fritz noch im Büro und wird Bianca per Post-It rechtzeitig Bescheid geben.

Zuhause angekommen schaut Rita schon die Tagesschau. Sie ist nicht sauer, denn sie kennt es ja kaum anders: „Die Reste sind im Kühlschrank“. Ich esse kaltes Tempura, genehmige mir ein kühles Bier und grübele darüber nach, wo die Arbeitszeit heute wieder hin ist. Da war doch noch dieser Zeitungsartikel…, den werde ich morgen wirklich lesen. Denn es ist klar, dass es so nicht weitergehen kann mit der manuellen Rechnungserfassung, der unzuverlässigen Zeiterfassung und meiner ewigen Suche nach den aktuellen und vollständigen Zahlen, die mir versichern, dass in meinem Unternehmen gerade alles rund läuft. Denn, tut es das auch wirklich?

Cloud-ERP statt Insellösungen war der Weg des Fertigungsunternehmen ADITOR Allard und Molitor GmbH. Wie der Mittelständler

  • seine Unternehmensprozesse optimiert
  • Doppelerfassungen obsolet gemacht
  • die Transparenz seiner Geschäftszahlen erhöht
  • und dabei 20 Prozent Zeitersparnis erreicht hat,

erklärt der CEO Roman Molitor in diesem Video-Interview:

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