Datum
28. Juni 2017
Autor
von Detlef Aden
Thema
Cloud

Mobiles Arbeiten in der Instandhaltung, Wartung und After Sales Service

5 von 5 Sterne, 1 Bewertung

Fachkräftemangel: Wenn Manpower fehlt, hilft die Cloud

Instandhaltung, Wartung und After Sales Service stecken in der Bredouille: Einerseits fehlt es an gut ausgebildetem Mitarbeitern. Und am besten sollen die Fachkräfte, die man hat, nicht viel kosten. Auf der anderen Seite stehen die gestiegenen Anforderungen an die Mitarbeiter. Vorgesetzte in der eigenen Firma und der Kunde verlangen höchste Qualität bei der Wartung, schnelle Reaktionszeiten und eine hohe Flexibilität. Gleichzeitig werden die zu wartenden Anlagen immer komplexer, die Anforderungen an die technischen Kenntnisse der Mitarbeiter größer. Hier hilft der Spruch: „Don’t work (only) hard – work smart“. Fehlt es an Manpower, muss mehr Cleverness in die Prozesse. Eine Form ist ein vernetztes Arbeiten des Außerdienstes mit dem Back-Office. Digitalisierung, Cloud und mobiles Arbeiten sind die Schlüsselbegriffe.

Laut dem Service-Monitor der Hochschule Esslingen hat sich der Fachkräftemangel im After Sales Service 2016 gegenüber dem Vorjahr eklatant verschärft.1  Sagten 2015 noch 62 Prozent der Befragten, dass es ihnen schwer fällt, geeignetes Personal zu finden, waren es ein Jahr später schon 79 Prozent. Entsprechend ist der Wunsch nach standardisierten Abläufen von 78 Prozent auf 88 Prozent angewachsen. Auch die Fernunterstützung durch Service-Mitarbeiter im Back-Office wird bedeutender (83 Prozent statt 78 Prozent). Eine Cloud-Lösung, die den Service-Mitarbeiter vor Ort und das Back-Office miteinander verzahnt und abteilungsübergreifend Informationen zur Verfügung stellt, bietet eine große Möglichkeit, die Fernunterstützung auszubauen und zu professionalisieren.

Büro im Kornfeld

Bezieht der Servicemitarbeiter seine IT komplett aus der Cloud, kann er überall sein digitales Büro aufschlagen – sei es in der Produktionsstraße neben einer zu reparierenden Maschine oder bei einem zu wartenden Windrad auf dem freien Feld in der Eifel. Da er alle nötigen Daten über seine mobilen Geräte abrufen kann, ist eine lange Vorbereitungszeit und das händische Heraussuchen entsprechender Informationen nicht notwendig. So können Arbeitsaufträge spontan vergeben werden und der Mitarbeiter ist sofort überall handlungsfähig. Er kann jederzeit auf Auftragsinformationen zugreifen, sie bearbeiten und rückmelden. Er hat die Möglichkeit vor Ort Schaltpläne oder Wartungsanleitungen und -historien im ERP-System aufzurufen, die ihm bei der Wartung helfen. Vor Ort kann er die notwendige Dokumentation der Wartung oder Reparatur vornehmen. Das senkt die Fehlquote. Gibt es Probleme, ist über Skype schnell eine Video-Verbindung zum Kollegen im Back-Office hergestellt. Da beide Mitarbeiter ihre Daten in Echtzeit aus der Cloud beziehen, arbeiten sie stets mit denselben Plänen und Informationen.

Positive Faktoren von Cloud-Lösungen für das mobile Arbeiten in der Instandhaltung im Überblick

  • Bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter vor Ort
  • Schnellere Handlungsfähigkeit
  • mehr Flexibilität
  • Steigerung der Effektivität
  • Bessere und einheitliche Informations- und Datenlage
  • Geringere Fehlerwahrscheinlichkeit
  • Gesicherte Dokumentation
  • Bestimmte Aufgaben können auch von weniger geschultem Personal erfüllt werden
  • Keine hohen Kosten für eigene Server oder aufwendige Hardware
  • Keine Papierflut, keine handschriftlichen, unleserlichen, missverständliche Notizen

Auch für die Kleinen

Mobiles Arbeiten über die Cloud und Digitalisierung der Instandhaltung stehen nicht nur großen Konzernen zur Verfügung. Mit der ERP-Suite SAP Business ByDesign in Kombination mit dem Add-on eam4cloud wird dies auch im Mittelstand Realität. Es ist für die Planung und Optimierung einer schnellen und vorausschauenden Instandhaltung für Unternehmen aller Branchen ideal.

Eine Zukunftsvision

Die Studie der Hochschule Esslingen kommt zu dem Schluss: Der After Sales Service wird bei der Digitalisierung nachlegen (müssen), um u.a. dem Fachkräftemangel und dem steigenden Kostendruck zu begegnen. Die Frage ist, wie leicht sich die Branche mit den Veränderungen tun und wie schnell sie sie vollziehen wird.

Möglicherweise wird in einigen Jahren die Arbeit in der Wartungs-Branche so aussehen: Ein oder zwei Experten sitzen in einem Kontrollzentrum vor großen Bildschirmen und dirigieren mehrere Außenmitarbeiter. Sie koordinieren sie, verteilen Aufgaben, leiten sie bei den unterschiedlichen Anlagen an, schicken ihnen alle notwendigen Infos wie Schaltpläne aufs Tablet und sind in der Lage, sich über Skype selbst eine Anlage anzusehen und Fehler zu erkennen. So können zwei Fachleute ihre Expertise an mehreren Orten gleichzeitig einsetzen. Auch der Einsatz von Robotern könnte in der Instandhaltung in einigen Jahren schon Standard sein. Ob und wenn ja, wann diese Vision Realität wird, entscheidet die Branche. Die IT stellt dafür schon Lösungen bereit.

Mehr über die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens über die Cloud erfahren Sie in diesem Video und einem Infoblatt zum Download.

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1 http://www.instandhaltung.de/digitalisierung-des-after-sales-service/

Assetquelle: ©All4Cloud
Bildquelle: ©goodluz, Fotolia

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