Datum
17. März 2017
Autor
von Daniela Kelsch
Thema
Cloud

IT-Fachkräftemangel: In- oder Outsourcing?

Geschäfts- und IT-Strategie aufeinander abstimmen

Strategische Entscheidungen für die nächsten fünf Jahre treffen zu müssen, fällt CIOs und IT-Verantwortlichen nicht leicht. Die Aussicht, gut ausgebildete IT-Fachkräfte zu bekommen, ist aktuell nicht gerade rosig. So waren laut dem StepStone Fachkräfteatlas im Juni vergangenes Jahr 40 Prozent mehr IT-Stellen ausgeschrieben als noch vor drei Jahren. Einer Umfrage von 200 Personalmanagern zufolge wird der Bedarf an IT-Fachkräften sogar noch weiter steigen. Besonders gefragt sind demnach Software-Entwickler mit Know-how rund um Cloud Computing, Big Data, Social Media, Apps und mobile Webseiten sowie Anwendungsbetreuer und Administratoren.1

Nun werden Sie sich als CIO fragen: Was hat das mit mir zu tun? Eine ganze Menge! Denn es bleibt die Frage, wie sich die IT-Personaldecke in der Zukunft entwickelt. Und dies wiederum hängt von den Services und Dienstleistungen ab, die Sie in Ihrem Unternehmen anbieten und betreiben wollen. Nicht umsonst ist das Thema „Cloud“ allgegenwärtig. Es entstehen Produkte, die von den Anbietern in sicheren Rechenzentren in Deutschland gehostet werden.

Inhouse-Lösungen vorrangig für große Unternehmen relevant

Sicherlich werden Konzerne und große Mittelständler einen eigenen Betrieb von Infrastruktur, Lösungen und ERP-Systemen „inhouse“ vorziehen. Kleinere Mittelständler und kleine Unternehmen haben hier oft das Nachsehen. Zwar ist das Thema IT auch für sie essentiell, das fängt schon beim Betrieb einer eigenen Website an und geht bis hin zur Warenwirtschaft (ERP-System). Um dies aktuell zu halten, abzusichern und administrativ zu betreuen, braucht es entsprechendes Personal.

Somit sind die kleinen Mittelständler nahezu gezwungen, sich Gedanken über ihre IT-Strategie zu machen. Um Kapazitäten und Ressourcen zu sparen, ist ein Outsourcen der IT-Dienste, wie beispielsweise Cloud-ERP-Systeme, Cloud-CRM-Systeme bis hin zur Applikationsbetreuung durch entsprechend fokussierte Dienstleister, durchaus sinnvoll.

Doch wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Die Kriterien zur Auswahl der Produkte sind vielfältig und oft kommen die Impulse vom Fachbereich. Zudem werden von der Geschäftsleitung Budget- und Sicherheitsvorgaben gemacht. Laut des Marktforschers Gartner wurden in den letzten Jahren 20 Prozent des IT-Budgets fehlinvestiert. Doch Sourcing ist nur eine von fünf Strategien, die in eine IT-Gesamtstrategie münden. Hinzu kommen Infrastruktur, Applikation, Innovation und Investment.

Eines ist sicher: die Rechenzentren!

Die Anbieter von Cloud-Software (SAP, Oracle, IBM) und die Betreiber großer Rechenzentren haben die Sicherheit stets im Fokus. Sie garantieren nicht nur die Ausfallsicherheit der Systeme. Zertifizierte Rechenzentren unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle unabhängiger Gesellschaften (z.B. TÜV, KPMG), die die Infrastruktur prüfen.

Die gesetzlichen Vorgaben sind in Deutschland sehr strikt. Sogar amerikanische Anbieter bauen in Deutschland Rechenzentren, um ihre Dienstleistungen für Unternehmen anbieten zu können, die einen hohen Anspruch an den länderspezifischen Datenschutz haben.

In- oder Outsourcing?

Um Innovationen, standardisierte Prozesse und Dienstleistungen in eine IT-Strategie zu bringen, ist eine Zielvorstellung wichtig. Die IT-Strategie leitet sich aus der Geschäftsstrategie ab und sollte einen kontinuierlich dynamischen Verlauf haben. Je nach Anforderung und Zielvorstellung ist das Outsourcing eine lukrative Möglichkeit, um sich zum einen auf das Wesentliche zu konzentrieren und zum anderen um eine Unabhängigkeit von Personal und Mitarbeitern zu erlangen. Wichtig aber ist es, um sich auch bei den CEOs Gehör zu verschaffen, alle Strategiekomponenten mit betriebswirtschaftlichen Informationen aufzubereiten.


Mehr Informationen zum Thema IT-Strategie finden Sie in dieser Präsentation zum Download. 

1 Stepstone Fachkräfteatlas 2016, http://www.fachkraefteatlas.de, 2017

Bildquelle: ©Jèrome Rommè, fotolia

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