Datum
07. Juni 2017
Autor
von Detlef Aden
Thema
Digitalisierung

Intra-Logistik- und Lager-Optimierung durch Apps, Scanner-Systeme und Digitalisierung

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Smartphone statt Klemmbrett – Lager und Produktion künftig digital verbunden

In einem Fertigungsunternehmen ist die Produktion das Herzstück, das reibungslos funktionieren muss. Damit das möglich ist, darf die Zulieferung von Rohstoffen und zu verbauenden Einzelteilen in die Produktionsstraße nie stocken. Hierbei spielt das ansonsten so unscheinbare Lager eine entscheidende Rolle. Eine stetige und automatisierte Kommunikation zwischen Lager und Produktion über Bedarf und Bestand ist unerlässlich für störungsfreie Prozesse. Die alte Arbeitsmethode im Lager mit Klemmbrett und Excel-Tabelle ist ein Auslaufmodell. In zukunftsfähigen Lagern werden Smartphones, Apps und deren Integration in das ERP-System immer wichtiger.

Noch immer findet man in vielen Lagern das Klemmbrett mit der Kommissionierungsliste und einen Kugelschreiber als typisches Arbeitsinstrument. Das Personal erfasst den Bestand manuell, teilweise von Waren, die in zehn Metern Höhe im Hochregal liegen. Das Erfassen erfolgt handschriftlich oder auf dem Laptop. Artikelnummer, Produktname, Lagerplatz, Anzahl – bei der Menge an per Hand dokumentierten Daten sind schnell Fehler passiert. Zumal die Notizen des Mitarbeiters aus dem Hochregallager im Büro gegebenenfalls nochmal manuell in das Computersystem übertragen werden müssen.

Jederzeit Überblick über den Lagerbestand

Und dabei ist das System Lager an und für sich schon komplex und somit fehleranfällig. Jeden Tag werden unzählige Rohstoffe und Einzelteile geliefert und von hier in die Produktion gebracht. Neuen Waren müssen Lagerplätze zugewiesen, andere innerhalb des Hochregallagers umgeräumt werden. Das Lager arbeitet traditionell mit hohem Personal- und Kostenaufwand. Der Personalbedarf erhöht sich oft nochmal, wenn ganz klassisch einmal im Jahr die große Inventur ansteht. Trotz immensem Aufwand ist diese aber absolut ungenügend. Das Unternehmen muss jeder Zeit wissen, wie der Bestand eines jeden zu verbauenden Einzelteils ist, sonst läuft es Gefahr, bei einem Großauftrag ohne die ausreichende Menge an Material dazustehen und den Auftrag nicht fristgerecht erfüllen zu können. Kein Wunder also, dass die Digitalisierung in der Intralogistik einen hohen Stellenwert einnimmt.

Apps liefern entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Welche Rolle Business Apps in den Bereichen Logistik, Außenwirtschaft und Supply Chain Management spielen, zeigt die Studie „Global Trade Management Agenda 2017“1.  Neun von zehn Experten sind darin der Meinung, dass Business Apps ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in Logistik und Außenwirtschaft sind. Nach Einschätzung von 87 Prozent der Teilnehmer wird die Bedeutung von Business Apps in diesem Bereich weiter zunehmen. Tatsächlich gaben nur knapp 18 Prozent der Studienteilnehmer an, Apps im Bereich Supply Chain Management, Logistik oder Außenhandel einzusetzen. Weitere 21 Prozent planen jedoch die Einführung mobiler Anwendungen.

Mit der App Scan4Cloud zur Lager-Optimierung geht das Erfassen von Lagerbeständen fehlerfrei und sekundenschnell.

Mehr Infos und weniger Fehler mit Apps

Der  große Vorteil von Apps: Sie funktionieren mit kostengünstigen Smartphones. Diese liefern zudem im Gegensatz zu einfachen Handscannern nicht nur die Artikelnummer, sondern können auch nähere Informationen und Bilder des Produkts anzeigen. Das senkt die Fehlerquote beim Kommissionieren. Mit einem Laser-Scanner, der mit dem Smartphone verbunden ist, kann die Wahre im Regal gescannt werden. Alle Produktdaten lassen sich so schnell und fehlerfrei direkt in das übergeordnete Computersystem liefern. Darauf können dann auch andere Bereiche des Unternehmens, beispielweise die Produktion oder der Einkauf, zugreifen. Das beschleunigt die alltägliche Arbeit und die Inventur. Durch die einfache Bedienung können auch Nicht-Fachkräfte die Aufgaben übernehmen.


Mit Hilfe des Laser-Scanners können die Mitarbeiter vom Boden aus, auch Lagerbestände in großer Höhe erfassen. Sie müssen nicht mehr auf Leitern steigen. Ganz praktisch gesehen hat der Lagerarbeiter mehr Bewegungsfreiheit, weil er nur noch das Smartphone mit dem kombinierten Scanner in der Hand halten muss. Hand-Scanner, Klemmbrett, Stift etc. fallen weg. Zudem wird die Bearbeitung beschleunigt, weil die jeweiligen Aufgabenpakete (im System meist als „Task“ bezeichnet) schnell dem jeweiligen Mitarbeiter zugeordnet werden können und dieser seine neue Aufgabe direkt auf das Smartphone erhält. Lauf- und Kommissionierzettel, die in einem Büro abgeholt werden müssen, sind dadurch unnötig.

Digitale Vernetzung notwendig

Eine Voraussetzung für die effektive Nutzung von Apps im Lager ist die Integration in die unternehmenseigene IT. In der Studie nannte knapp jeder Zweite (47 Prozent) dies als Erfolgsfaktor. Für ein Drittel ist eine betriebssystemübergreifende App wichtig. Die App alleine bringt also noch nicht die Revolution im Lager, sondern die digitale Vernetzung des Lagers mit der Produktion, dem Einkauf und anderen Abteilungen.

Wie eine App mit entsprechender Vernetzung zur Unternehmens-IT Ihre Prozesse im Lager revolutionieren und optimieren kann, zeigt der IT-Dienstleister all4cloud in einem exklusiven Webinar am 19. Juni 2017. Die Experten zeigen in einer Live-Demonstration wie mit der neuen Lager-App scan4cloud die mobile Lagerverwaltung funktioniert. Das Webinar ist für alle Unternehmen mit eigener Intralogistik geeignet. Hier können Sie sich kostenfrei anmelden.

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1 Studie des Softwareunternehmens AEB in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart. Für die Studie wurden 330 Experten aus dem Umfeld Logistik, Außenwirtschaft und Supply Chain Management befragt. https://idw-online.de/de/news?print=1&id=663304

Bildquelle: © suwanphoto, Fotolia
Assetquelle: All4Clouud

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