Datum
25. August 2016
Autor
von Iris Ackermann
Thema
Cloud

Instandhaltung 4.0 für Ihr Unternehmen - Vision oder Realität?

5 von 5 Sterne, 3 Bewertungen

Vom Kellerkind zum Top-Faktor: Wie die Instandhaltung ihre Chance nutzen kann

Ein Tablet zeigt Prozesse in der Produktionshalle

Der Trend zur Virtualisierung und Vernetzung von Prozessen, Methoden und Strategien wirkt sich auch auf die Instandhaltung aus. Gegenwärtig wird die Instandhaltung innerbetrieblich noch weitgehend als Kostenfaktor angesehen, die positiven Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg unterschätzt. Doch im Zuge der Diskussion um Industrie 4.0 und deren Wichtigkeit für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen rückt auch die Instandhaltung stärker ins Blickfeld. Der Wandel der Instandhaltung zum Wertschöpfungspartner vollzieht sich langsam. Aber mit zunehmender Vernetzung von Anlagen sowie Verschmelzung von Produktion und Instandhaltung nimmt ihr innerbetrieblicher Stellenwert zu. Wer die Instandhaltung auf die nächste Entwicklungsstufe 4.0 bringen will, muss sich allerdings mit ihrer Struktur, den Risiken und Möglichkeiten tiefgreifend beschäftigen.

Unternehmen müssen sich im Rahmen der vierten industriellen Revolution und deren Auswirkung auf die Instandhaltung mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen:

  • Wie wirkt sich der Trend zu Virtualisierung und Vernetzung auf die Prozesse, Methoden und Strategien der Instandhaltung aus?
  • Welche Chancen, Gefahren und Möglichkeiten ergeben sich durch den Einsatz von Internet-Technologien für die Instandhaltung?
  • Wie schützen wir uns vor unerwünschten Zugriffen auf die Daten unserer Maschinen und Sensoren?
  • Was kommt konkret auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Instandhaltungsorganisation zu?

Um die richtigen Antworten auf die Fragen zu bekommen, müssen zwingend die Ziele der Instandhaltung – die sich aus der Unternehmensstrategie ableiten – berücksichtigt werden, wie bspw.:

  • Realisierung von Potentialen

    • Ungeplante Stillstände vermeiden
    • Anlagenverfügbarkeit erhöhen
    • Prozesskosten senken

  • Kommunikations- und Koordinationsaufwand senken
  • Opportunistische Nutzung von Instandhaltungszeiten
  • Verschmelzung von Wissens- und Produktionsarbeit
  • Bedeutungszuwachs für die Instandhaltung (Betreibermodelle, Wissens- und Datenquelle, Koordination und Verfügbarkeit)
  • Zentrale und dezentrale Instandhaltungseinheiten sowie integrierte Instandhaltung

Anhand dieser Ziele lässt sich die Instandhaltungsstrategie - der Weg zum Ziel –  ableiten. In dieser Phase sollte geprüft werden, mit welchen technischen Hilfsmitteln (IoT, Industrie 4.0, etc.) die Ziele unter den Aspekten Kosten/Nutzen erreicht werden können.

Dieses Vorgehen sollte sich in einer Roadmap zum Thema Digitale Transformation wiederfinden. Folgende Punkte sind dabei zu betrachten:

  • Menschen und Kompetenzen
  • Umsetzung von Instandhaltung 4.0
  • Daten als strategische Ressource
  • Innerbetrieblicher Stellenwert

Im Rahmen von Industrie 4.0 hat die Instandhaltung die Chance, ihre Stellung und Bedeutung im Unternehmen markant zu verbessern, damit als wichtiger Bereich anerkannt zu werden und einen großen Teil zur Wertschöpfung beizutragen. In den kommenden Jahren wird die Erfassung und Verarbeitung von Daten mittels neuer Technologien stark zunehmen. Dies wird die Arbeit in der Instandhaltung maßgeblich beeinflussen. Die Folge: weniger Öl an den Fingern, dafür mehr computergestützte Entscheidungsfindung.

Die Chancen und Herausforderungen von Industrie 4.0 für die Instandhaltung werden in der Studie Instandhaltung 4.0 von Salzburg Research eingehend betrachtet, die Sie hier herunterladen können.

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© Bildquelle: Orianda Solutions AG/Fotolia.com, industrieblick

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Kommentare

5 von 5 Sterne, 3 Bewertungen

..." Vom Kellerkind zum Top-Faktor.."

Sehr geehrte Frau Ackermann,
...Prima!!
=>begrüssenswerter Ansatz und immenses Wertpotential für das produzierende Unternehmen.

....Leider stehen Instandhalter in den GuV's der Unternehmen immer auf der falschen Seite, sind erlösschmaelernd und sind deshalb allzu häufig "oberflächlich" abgestempelt.
Vielen Herren und Damen Strategen treffen daraufhin für die Unternehmen fatale Entscheidungen, was ebenfalls allzu oft nach einer Halbwertszeit von mind. 3 Monaten und danach für die Betriebs- und Planungssicherheit nach hinten los geht.
Die Instandhaltungen werden einfach zu wenig integriert .. und sind in Ihrer firmeninternen Lobby eh bei allen unten durch .. Obwohl oft Tag und Nacht verfügbar.
"...wird der Mechaniker gerufen und hat er bereits ein anderes Problem zu lösen --> ist er zu spät! , - Ist er dran und repariert den Fehler -- > braucht er zu lange!. - Ist er fertig und alles läuft wieder aber es mussten Ersatzteile getauscht werden ..--> ist er zu teuer gewesen!..."
Super Sätze wie:
" fuer was benötigen wir eigentlich Elektriker, unser Strom kommt doch bereits aus der Steckdose"
Oder:
"Weshalb brauchen wir Instandhaltung?.. Unsere Maschinen laufen doch"... Schreien im Hinblick auf Weitblick , Betriebssicherheit, Unabhängigkeit....für ein Industrieunternehmen förmig zum Himmel.

Ind.4.0 muss liefern, dass sich Controller und Entscheider (pro)aktiv wieder mehr für die Details und innerbetr. Erkenntnisse interessieren. --> " Was passiert Wo , Wie oft und Wann. Wie sehen die Schadensbilder aus, Was sind die Ursachen, Was wird , Wann und Womit ,Wie dagegen gemacht und Wie hoch sind die Kosten für..
A.
..eventorientierte Fehler, Schäden und Massnahmen?
bzw.
B.
..welche kosten entstehen durch präventive Massnahmenorganisation?...

Es ist zu prognostizieren, dass es wenn diese Disziplin verwendet wird oft einen "Aha-Effekt" geben wird.
Dies wird schnell deutlich machen, aufzeigen und dazu motivieren, schleunigst wieder eigene IH Fachleute aufzubauen und diese eng und aktiv mit dem Controlling arbeiten zu lassen . =>Dies wird übrigens in produzierenden Unternehmen immer wichtiger werden... .

In Verantwortung innerhalb einer Firmengruppe durfte ich mit meinen Mannschaften lange und erfolgreich den zweiten Weg im Unternehmen gehen.... dann wurde das Unternehmen verkauft, neue Strategien übergestülpt... und dann ..."kam der Strom ja schliesslich aus der Steckdose... "

=> IH outgesourced, => spezifisches kow how weg, => ... Leistungsstabilät, Effizienz und Betriebssicherheit somit auch ... weg. => Hohe Variable Kosten (eventverursacht , d.h "ungeplant")

Für eine aktive IH ist dieser Weg zwar anfänglich anstrengend und mühsam eine 24 stunden Mitschreibung zu gewähren, dies braucht Koordination, aber der Unternehmer wusste genau:
-Wann brauche ich Wo , Wieviel Budget für Ersatzinvestionen.
- Wo muss Wie oft Wie lange präventiv geplant werden um teuere (ingeplante) Events, und dadurch Stillstaende zu vermeiden.
- Welche Variablen Zusatzkosten entstehen durch Welche betriebsmittelbedingten Fehler, und Was muss der Prozessowner und Maschinenbauer Wissen bzw. informiert bekommen, Was hier veraendert bzw. verbessert Werden muss.

Kurz:
"Entwicklung durch Feedback"

Ich helfe Ihnen gerne dabei , und bin mir um einen ROI fuer den Betreiber sehr sicher.

Sprechen Sie mich gerne an.
http://www.flexoline.com

Von

Knut Zinnaecker
global executive Project Manager, innovative Process technician

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