Datum
02. November 2016
Autor
von Mario Schwarz
Thema
Cloud

Industrie 4.0 in der Fertigung braucht modernes ERP-System

Wenn Sensor und Unternehmens-Software miteinander reden

Schweißroboter in Bewegung und Funken sprühen

Industrie 4.0 und Prozessoptimierung  von der Entwicklung eines Produkts, über die Fertigung und Logistik bis hin zum Verkauf und nachgelagertem Serviceangebot – das ist das Ziel.  Der Weg dorthin ist lang und kurvenreich. Als Unterstützung brauchen Unternehmen ein intelligentes ERP-System.

Die Digitale Transformation und die damit verbundenen Anforderungen, wie beispielweise die Integration von Sensoren und die Analyse von Messwerten, die sich durch Industrie 4.0 an Produktionsprozesse stellen, können nur mit Hilfe von modernen ERP-Systemen bewältigt werden. Entscheidend ist dabei, dass das zugrunde liegende ERP-System als zentrale Datenbasis über eine flexible Software-Architektur verfügt, die es erlaubt, Prozesse anzupassen. Dies ist auch eine wichtige Voraussetzung für die Integration von Fremdsystemen.

Mehr Optimierung, weniger Fehler

Produktionsanlagen können somit direkt mit dem ERP-System Informationen austauschen. Dadurch können die Kapazitäts- und Materialplanung sowie die Steuerungsprozesse optimiert werden. Durch die Reduzierung von manueller Überwachung können schneller erforderliche Maßnahmen ergriffen werden. Zudem wird durch eine Automatisierung des Informationsaustausches gewährleistet, dass sich die Datenqualität verbessert. Dies ist möglich, weil die fehleranfällige manuelle Eingabe von komplexen Informationen wegfällt.

Produkte proaktiv überwachen

Ein modernes ERP-System muss in der Lage sein, die gewonnenen Informationen aus den verschiedenen Fremdsystemen zentral zu managen und leistungsfähige Business Intelligence Funktionen zur Analyse zu unterstützen. Ein Beispiel: Nehmen wir einmal an, das Radlager eines Eisenbahnrades ist mit Sensoren und Messtechnik ausgestattet. Diese übermitteln permanent Informationen über den Zustand des Radlagers und auftretende Vibrationen an das ERP-System. Dies ermöglicht dem Servicedienstleister Rückschlüsse auf den Verschleiß des Radlagers und seine verbleibende Lebensdauer. So sind Servicemitarbeiter in der Lage, den Zustand eines technischen Produkts wie des Radlagers proaktiv zu überwachen und zielgerichtet und vorausschauend Wartungsmaßnahmen anzubieten. Dies ermöglicht Unternehmen, neue Dienstleistungskonzepte zu entwickeln, die ihren Kunden einen attraktiven Mehrwert bieten. Dies kann der entscheidende Wettbewerbsvorteil sein.

Der Weg zur Digitalisierung, Prozessoptimierung und Industrie 4.0 ist keine Schnellstraße. Dennoch muss er schnell zurückgelegt werden, will ein Unternehmen nicht den Anschluss an die Konkurrenz verlieren. Hier gilt es, die intern bestehenden Software-Systeme daraufhin zu überprüfen, ob sie den Anforderungen standhalten und sie ggf. durch neue Software-Systeme zu ersetzen oder zu ergänzen.

 

Mehr zu der entscheidenden Rolle, die ERP-Systeme bei der Umsetzung von Industrie 4.0 spielen, erfahren Sie in diesem Positionspapier von Bitkom.

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