Datum
22. November 2016
Autor
von Daniela Kelsch
Thema
Sicherheit

Embargo- und Sanktionslistenprüfungen sind für Unternehmen Pflicht

4.3 von 5 Sterne, 3 Bewertungen

Wollen Sie mit Terroristen Geschäfte machen?

Eigentlich sollte es kein Thema mehr sein: Die Sanktionslistenprüfung, auch Compliance Check genannt. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden die klassischen Embargos um das personenbezogene Embargo erweitert. Was sich in der Vergangenheit auf Beschränkungen wie Total-, Handels- oder Waffen-Embargo im Außenwirtschaftsverkehr bezog, findet seit 2001 auch Anwendung in der EG-Antiterrorismus-Verordnung.1

Das Instrument des Personenembargos wird intensiv zur Terrorismusbekämpfung genutzt und löst die „Zielland-Embargos“ zunehmend ab. Der große Unterschied dabei ist, dass nicht mehr ganze Länder und deren Regierungen, sondern explizit Einzelpersonen, Organisationen und Unternehmen, unabhängig von deren Standort, sanktioniert werden.

Zunehmende Bedeutung der personenbezogenen Embargos

Der Vorteil eines solchen personenbezogenen Embargos liegt darin, dass durch den Ausschluss bestimmter Personen aus dem Wirtschaftskreislauf weder die notleidende Bevölkerung noch die wirtschaftlichen Grundlagen eines betroffenen Landes durch die Sanktionen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die entsprechenden Embargos zu beachten. Viele Unternehmen verlassen sich bei der Geschäftspartnerprüfung auf Banken. Doch diese gehen oftmals nicht weit bzw. tief genug. Um die Prüfungen nachhaltig und immer aktuell zu halten, empfiehlt es sich, eine eigene Software dafür einzusetzen. Diese sollte sich in direkter Kommunikation mit den Anbietern von Embargolisten austauschen. Und nicht nur das: Für Unternehmen gibt es Softwarelösungen, die direkt integriert sind oder als Cloud-Lösung zur Verfügung stehen.

Einzelpersonenprüfung auch bei Bewerbern?

Aufgrund der vielen Vorfälle mit terroristischem Hintergrund, die sich in diesem Jahr in der EU ereignet haben, wird diskutiert, zukünftige Bewerber in einem Prüfverfahren gegen die Sanktionslisten zu prüfen. Dieses Vorhaben stößt bei vielen auf Kritik. So bemängeln Betriebsräte und Datenschützer, dass eine klare Abgrenzung zwischen einer Qualifikation und einem Namen nicht mehr gegeben sei.2 Dadurch könnte ein Ungleichgewicht bei der Auswahl von Bewerbern entstehen. Die HR-Manager hingegen betrachten die Prüfung durchaus für eine praktikable Lösung, um terrornahe Personen gar nicht erst im Betrieb zu haben.

Holen Sie sich den Überblick – mit dem Infoblatt zur Sanktionslistenprüfung vom Experten.

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