Datum
28. September 2017
Autor
von Daniela Burggraf
Thema
Digitalisierung

Connected Supply Chain braucht mehr Know-how und Kooperation

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Die vernetzte Lieferkette bricht am schwächsten Glied

Der Weg der Unternehmen zur Connected Supply Chain ist wie ein Marathon: lang, anstrengend und nur mit der richtigen Strategie zu meistern. Eine weite Strecke hin zur vernetzten Wertschöpfungskette haben  einige Branchen wie beispielsweise die deutsche Automobilindustrie bereits zurückgelegt. Doch wie bei einem Marathon sind die letzten Kilometer die schwersten. Damit die vollständige Digitalisierung der Wertschöpfungskette gelingen kann, braucht es Veränderungen. Voraussetzung sei die Bereitschaft der OEMs, gemeinsam eine für alle nutzbare Plattform bereitzustellen. Aber es mangele an der Bereitwilligkeit relevante Daten zu teilen, meint Prof. Dr. Klaus-Jürgen Schmidt, Leiter des Instituts für Produktions- und Logistiksysteme in Saarbrücken, in einem Interview mit dem ByDe-Magazine (siehe unten). Ein schwieriges Unterfangen. Und dann muss auch noch das Know-how in Sachen Digitalisierung steigen.

Die Bedeutung der Connected Supply Chain für ihre Zukunftsfähigkeit hat die Wirtschaft erkannt und ist demgemäß aktiv. In einer Umfrage der Unternehmensberatung BearingPoint1 gaben acht von zehn Unternehmen an, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Bei 40 Prozent der Teilnehmer laufen aktuell entsprechende Projekte. Etwa genauso viele haben solche in den nächsten zwei bzw. fünf Jahren auf der Agenda. Aus gutem Grund. Mit 89 Prozent ist die Kostensenkung entlang der Wertschöpfungs- und Lieferkette in der Umfrage der Hauptgrund für eine Connected Supply Chain. Drei Viertel der Teilnehmer erhoffen sich zudem eine höhere end-to-end-Transparenz.
  
Trotz großer Anstrengung und Motivation läuft es aber noch nicht ganz rund bei der Connected Supply Chain. Ein wichtiger Grund dafür ist fehlendes Know-how. 58 Prozent der Befragten nennen mangelnde Kompetenzen und Ressourcen in Sachen Digitalisierung als Ursache. Knapp dahinter werden unzureichende Kenntnisse der angebotenen IT-Lösungen genannt.

Mangelnde Qualifizierung ist ein Problem, das auch Prof. Dr. Schmidt sieht. Im Interview mit dem ByDe-Magazine erklärt er:

  • wie diese Defizite behoben werden können
  • was sich in der Zusammenarbeit zwischen den Fachabteilungen und der IT ändern muss
  • und über welche Schatten OEMs springen sollten

damit die Unternehmen auch die letzten Kilometer schaffen.

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1 https://www.bearingpoint.com/de-de/ueber-uns/pressemitteilungen-und-medienberichte/pressemitteilungen/connected-supply-chain-news/ . Befragt wurden 89 Experten aus dem produzierenden Gewerbe in Deutschland, die im Bereich Supply Chain tätig sind.

Bildquelle: © ake1150, Fotolia 

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