Datum
05. Juli 2016
Autor
von Detlef Aden
Thema
Cloud

CLOUD-ERP als Basis für Industrie 4.0

5 von 5 Sterne, 9 Bewertungen

Tschüss On-Premise – hallo Cloud-ERP-Lösung

Ein Mann schreibt auf eine Glasscheibe "Time for change"

Stillstand ist Rückschritt – das gilt heute so stark wie nie für Unternehmen. Viele deutsche Firmen sind der Ansicht, die Optimierung und Schaffung neuer Geschäftsmodelle sichere ihre Zukunft. Ohne hier aktiv zu sein, umzudenken, neue Wege zu gehen, glauben 35 Prozent, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre vom Markt verschwunden sein werden. Zudem geht eine Vielzahl davon aus, dass Wettbewerber mit komplett neuen Geschäftsmodellen in ihren angestammten Markt eindringen werden. Das sind die Ergebnisse der Studie "KMU Barometer 2016“ des Marktforschungsinstituts Pb7. Die Veränderung und Erweiterung von Geschäftsmodellen hat Einfluss auf die IT im Unternehmen. Sie muss die Veränderungen umsetzen, damit Vertrieb, Marketing, Produktion etc. der neuen Situation optimal aufgestellt gegenüberstehen. Das führt zu einem Generationswechsel bei ERP-Systemen und zieht Unternehmen in die Cloud.

Ein Indiz dafür ist, dass laut dem „KMU Barometer 2016“ bereits heute jedes zweite deutsche Unternehmen beim Einsatz von Unternehmenssoftware auf die Cloud setzt. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 31 Prozent. Und obwohl deutsche Unternehmen hier das Schlusslicht bilden, sprechen 41 Prozent der KMU der Digitalisierung der Geschäftsprozesse eine hohe Priorität zu. Das europäische Marktanalyse-Unternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) prognostiziert ein Wachstum im Cloud-ERP-Markt von bis zu 30 Prozent weltweit.

Zeit für einen Generationswechsel

Gemietete Software as a Service (SaaS) wird zunehmend in klassischen ERP-Bereichen wie Personal, Einkauf, Supply Chain Management, Finanzen, Rechnungswesen zum bevorzugten Bezugsmodell. Dieser Trend zeichnet sich auch in Bereichen ab, die traditionell noch wenig mit der Cloud zu tun haben, wie etwa Produktion und Instandhaltung.

Im Bereich ERP findet ein Generationswechsel statt – von On-Premise zur Cloud. Viele ERP Anwendungen sind 15 Jahre und länger im Einsatz – in unserer schnelllebigen Zeit eine halbe Ewigkeit. Cloud-ERP-Angebote haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, sodass der „Functional Fit“ sogar größer sein kann als bei einem On-Premise-System. So sind Cloud-Anwendungen per se mobil einsatzfähig, während bei On-Premise Zusatzlösungen, Neuentwicklungen oder kostspielige Anpassungen notwendig sein können. Cloud-Lösungen verfügen sowohl über Standardprozesse als auch über Entwicklungswerkzeuge für kleinere oder größere Anpassungen an die Prozesse im Unternehmen.

Nicht der Besitz entscheidet, sondern die Nutzung

Es spricht also einiges dafür, sich von der On-Premise-Lösung zu verabschieden und den Schritt in die Cloud zu wagen. Unternehmen schlagen so zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie können die Gelegenheit nutzen, bei der Einführung einer Cloud-ERP-Lösung die eigenen Prozesse zu hinterfragen und an neue Anforderungen anzupassen – und zwar ohne großen Aufwand. Die Konsolidierung des „Software Zoos“ reduziert gleichzeitig die Komplexität. Moderne Cloud-ERP-Systeme ebnen den Weg in die Industrie 4.0, denn die offen angelegten Prozesse aus der Cloud erleichtern die Integration und Vernetzung von Prozessen und Daten erheblich. Der Fokus liegt zukünftig nicht im Besitz einer Software, sondern in deren Nutzung.

Digitalisierung all around

Der digitale Wandel erfasst die deutsche Wirtschaft auf ganzer Breite. Branchen- und größenklassenübergreifend sehen 82 Prozent der Unternehmen einen höheren Investitionsbedarf durch die Digitalisierung. Sie hat zudem enormes Potenzial für Innovationen hierzulande. Über alle Branchen hinweg rechnen fast drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) mit einer Ausweitung ihrer Innovationstätigkeiten, um die Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen. Das zeigt das IHK-Unternehmensbarometer zur Digitalisierung, das Sie auf dieser Seite herunterladen können. Die vielen unterschiedlichen Ansatzpunkte zeigen, dass die Digitalisierung der Geschäftsprozesse eines Unternehmens ganzheitlich gedacht und als Bestandteil der Geschäftsstrategie behandelt werden muss.

Hier können Sie das IHK Unternehmensbarometer herunterladen:

Bildquelle: © Clipdealer
Assetquelle: © Deutscher Industrie- und Handelskammertag | Berlin | Brüssel

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Kommentare

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SaaS ist mittlerweile ausgereift...

und auch nicht mehr zu stoppen.

Wachsendes Interesse an Cloud Lösungen

Die Aussicht, sich nicht mehr mit der eigenen IT herumschlagen zu müssen, wird immer verlockender. Dem SAP Rechenzentrum kann man auch kaum etwas entgegensetzen.

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